25/02/2013 - 29/03/2013

Wang: warte mal!

Eine Frau, die mehrere Köpfe im Schrank hat – jeweils passend zur Garderobe. der Bankräuber, der zu zerknirscht ist, um sich über die Beute zu freuen. Ein Mann, der im Gegenüber nur das Nackte sieht. Und die tatsächlich Nackte wiederum, die den Wein dem Mann vorzieht. Wangs Bilder sind kleine, gewitzte Ausschnitte aus einem wiener Alltag. Miniaturen, aus denen ein ironischer, mitunter auch melancholischer Unterton spricht. In schnellen Strichen hält Wang diese Szenen fest, sie beobachtet viel und lotet die Beziehungen zwischen den Menschen und den Dingen aus. Autobiographisches fließt durchaus mit ein. So erscheinen einige der Figuren und Gegenstände in den Comic-ähnlichen Zeichnungen immer wieder. Auch die Reduktion der Farben, die klare Outline und der Verzicht auf eine detaillierte Binnenzeichnung verbinden die Arbeiten formal miteinander.

Wangs Bilder muten oft wie Holzschnitte oder Lithografien an. Druckgrafiken sind sie auch, aber nicht im konventionellen Sinne. Wang zeichnet die Bilder auf dem Handy – mit einem langen Zahnstocher. Über 800 hat sie auf diese Weise produziert.

Die 16 Drucke in dieser Ausstellung existieren in einer limitierten Auflage von nur zehn Stück. Das Sujet wird danach vernichtet.